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Wie die Innenhaut rekonstruiert worden ist…

Die Darstellung des Himmelsgewölbes im Gottorfer Globus ist ebenfalls aufgrund einer Vorlage von W. J. Blaeuw (1571-1638) aus der österreichischen Nationalbibliothek in Wien entstanden. Zunächst wurden die Sternbilder vom Wiener Globus abfotografiert. Diese Aufnahmen bildeten die Grundlage für die Bemalung.
 
In den Rudolfinischen Tafeln von Johannes Kepler (1571-1630) fand sich ein geeigneter historischer Sternatlas, der die Sternpositionen der nördlichen Hemisphäre numerisch benennt - auch für das Jahr 1630 - aus dem die Globus-Vorlage von W.J. Blaeuw stammt.
 
Diese Daten wurden digital erfasst, vom historischen ekliptikalen auf ein äquatoriales Bezugssystem übertragen und auf das Jahr 1650  umgerechnet - weil der Gottorfer Globus erst dann gebaut worden ist. Mehr als tausend Sterne wurden so am Himmelsgewölbe gekennzeichnet und zu jenen Sternbildern gruppiert, die am Wiener Globus fotografisch festgehalten worden waren. 

Nun erst konnte die Malerin Barbara Butzke ihr Werk beginnen und dem Gottorfer Globus zu seinem barocken Erscheinungsbild verhelfen.

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